Geschrieben von Irina Andre-Lang
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Datum                         Veranstaltung   öffentlich    Veranstaltungsort                                                                           

Uhrzeit                         Lesung / Power   ja/nein

17.07.2018

16:00 Uhr

P

ja

Wohnstift "Haus Horst"

Altenheim und Pflegeheim

Horster Allee 12-22

40721 Hilden

10.09.2018

19:00 Uhr

L

Ja

Domstuben

Brückstr. 81

45239 Essen-Werden

11.09.2018

19:00 Uhr

L

ja

Dankbar

Lüneburger Str. 2

45145 Essen-Frohnhausen

12.09.2018

19:30 Uhr

P

ja

kunstwerden e.V.

Ruhrtalstr. 19

in den Werdener Toren – Tor 2

45239 Essen

13.09.2018

18:00 Uhr

P

ja

Evangelisches Seniorenbüro

Molzhausweg 2

 40724 Hilden

14.09.2018

18:00 – 20:00

 

P

nein

Biker Union

Stammtisch Löhne

Pfarrhaus

Kirchstrasse 16

32584 Löhne

17.09.2018

09:00 – 11:00 Uhr

 

P

ja

Guten Morgen Kaffee

Seniorenbegegnungsstätte der Evangelischen Kirchengemeinde Obernbeck

Kirchstr. 16

32584 Löhne

18.09.2018

9:30 Uhr

11:15 Uhr

L

nein

Berufskolleg Lübbecke

Rahdener Str. 1

32312 Lübbecke

18.09.2018

16:00 – 17:00 Uhr

 

P

nein

Konfirmanden-Unterricht

Evangelische Kirchengemeinde Obernbeck

Kirchstr. 16

32584 Löhne

18.09.2018

19:30 – 21:30 Uhr

P

ja

Gemeindeabend

Pfarrhaus

Kirchstrasse 16

32584 Löhne

19.09.2018

Ab 7:50 Uhr

2 Veranst.

L

nein

Leo-Sympher-Berufskolleg

Habsburgerring 53A

32425 Minden

24.09.2018

8:00 – 9:20 h

9:50 – 11:20

11:30 – 13:00

Uhr

P

nein

Bischof Manfred Müller Schule

Weinweg 31

93049 Regensburg

25.09.2018

8:00 – 9:20 h

9:50 – 11:20

Uhr

P

nein

Bischof Manfred Müller Schule

Weinweg 31

93049 Regensburg

26.09.2018

8:00 – 9:20 h

9:50 – 11:20

Uhr

 

P

nein

Bischof Manfred Müller Schule

Weinweg 31

93049 Regensburg

26.09.2018

19:30 Uhr

P

nein

Lions Club Therese von Bayern

Haus Heuport

Domplatz 7

93047 Regensburg

27.09.2018

vormittags

P

nein

Dürer Gymnasium

Sielstraße 17

90429 Nürnberg

28.09.2018

8:45 – 10:10 Uhr

10:30 – 12:00 Uhr

P

ja

Johann-Simon-Mayr-Schule

Schulstr. 21 

93339 Riedenburg

01.10.2018

Ab 9:45 Uhr

 

P

nein

Erzbischöfliche Mädchenrealschule Heilig Blut Erding

Heilig Blut 1

85435 Erding

08.10.2018

8:00 – 9:15 Uhr

 

P

nein

Valentin-Heider-Gymnasium

Ludwig-Kick-Straße 19

88131 Lindau (Bodensee)

09.10.2018

8:00 – 9:30

9:45 – 10:45

Uhr

P

 

nein

Staatliche Realschule

Sonnenhalde 55

88161 Lindenberg im Allgäu

09.10.2018

12:15 Uhr

P

nein

Rotary Club Lindau-Westallgäu

Waldseehotel

Austraße 41

88161 Lindenberg im Allgäu

10.10.2018

9:20 – 10:50 Uhr

11:00 – 12:30 Uhr

P

nein

Gymnasium Bad Waldsee

Döchtbühlweg 2 

88339 Bad Waldsee

11.10.2018?

14:05 – 15:40 Uhr

 

P

nein

Freihof Gymnasium

Freihofstraße 43

73033 Göppingen

12.10.2018

2. u 3. Std

4. u 5. Std.

L + P

nein

Schiller-Realschule

Schillerstr. 14

73033 Göppingen

18.10.2018

19:00 Uhr

L

ja

Bücherei Lermoos

Volksschule- Kulturzentrum

Innsbruckerstr. 16

6631 Lermoos

Geschrieben von Irina Andre-Lang
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Help Lesotho Leadership Camp 2018

 

 

TeilnehmerInnen:                               147 SchülerInnen

Ort:                                                      Help Lesotho Seotlong Zentrum, Leribe, Lesotho

TERMINE:                                           CAMP A:          22. - 27. Juni 2018

                                                            CAMP B:          09. - 14. Juli 2018

 

Einführung


Zwei fünftägige Camps wurden vom 22. - 27. Juni und vom 9. - 14. Juli 2018 für durch Yes we care! e.V. (YWC) gesponserte Jungen und Mädchen von der Pitseng High School durchgeführt. Camp A war für SchülerInnen zwischen 12 und 21 Jahren, im Camp B nahmen SchülerInnen im Alter von 13 und 19 Jahren teil.

 

 

Die Camp-TeilnehmerInnen und die MitarbeiterInnen von Help Lesotho freuten sich auf diese energiegeladene Woche voller Diskussionen und Aktivitäten. Die SchülerInnen begannen die Woche aufgeregt, aber auch nervös und unsicher, was sie erwarten würde.

 

 

Teambuilding-Aktivitäten und Eisbrecher helfen den Camp-TeilnehmerInnen, Selbstvertrauen zu entwickeln und sich mit Gleichaltrigen anzufreunden. Für viele Jugendliche bietet das Camp eine sichere Atmosphäre, um schwierige Fragen zu stellen und die Unterstützung zu bekommen, die sie benötigen, um mit emotional geladenen Problemen fertig zu werden.

 

 

 

 

Aktivitäten und Diskussionsthemen

Verschiedene sorgfältig ausgewählte Module konzentrierten sich auf Probleme im Zusammenhang mit der Verletzlichkeit der Kinder, einschließlich:

• Sugar Daddies und Sugar Mommies (geschlechtliche Beziehungen zwischen verschiedenen Generationen)

• Gruppenzwang

• Mobbing

• Freundschaft

• Einführung in HIV / AIDS

• HIV-riskantes Verhalten, emotionale Werte und Verhalten

• über Sex reden

 

 

Die SchülerInnen werden mit den Themen und Zielen vertraut gemacht und anschließend werden ihnen Fragen gestellt, um ihr aktuelles Wissen und Verständnis für das Thema zu erkunden. Die Sitzungen umfassen Rollenspiele und Gruppendiskussionen, gefolgt von Plenarsitzungen. Gut ausgebildete ModeratorInnen führen die Diskussionen und Debatten, um die kognitive Entwicklung und das kritische Denken der TeilnehmerInnen zu fördern. Es wird immer darauf geachtet, dass auf Kinder, die starke emotionale Reaktionen auf bestimmte Themen zeigen, Rücksicht genommen und mit ihnen anschließend alleine gesprochen wird.


 

Gruppenzwang

Das Thema "Gruppenzwang" führte zu einer großen Diskussion, die größtenteils mit einem Ereignis an der Pitseng High School zusammenhing, das sich im März 2018 ereignet hatte. Die Gruppe äußerte Bedenken an ihrer Schule hinsichtlich Mobbing und Cyber-Mobbing - insbesondere Cyber-Mobbing sei ein zunehmendes Problem an der Schule sowie die Tatsache, dass ältere SchülerInnen neue SchülerInnen schikanieren. Als sie darüber sprachen, wie sich gemobbte / schikanierte Schüler fühlen, sagte einer der Teilnehmer, der Schülersprecher an der Pitseng High School ist: "Wenn Menschen gemobbt werden, besonders wenn sie neu in der Schule oder jung sind, fühlen sie sich wertlos und zeigen manchmal nicht oder erzählen anderen nicht, wie sie sich fühlen. Als Schülersprecher halte ich es für meine Verantwortung, das Mobbing an meiner Schule zu beenden."

 

Während der Diskussion erkannten die Teilnehmer, wie gefährlich Mobbing für die Mobber und diejenigen ist, die gemobbt werden, was oft zu Rache durch jene führt, die schikaniert werden. "

 

Die Sitzung endete damit, dass die TeilnehmerInnen schriftlich ihre Zusagen gaben, Mobbing an der Schule und in ihren Gemeinden zu beenden.

 

 

 

Freundschaft

Das Thema Freundschaft wurde begeistert aufgenommen und Ansichten, Ideen und Fragen dazu ausgetauscht. Manche SchülerInnen berichteten von Erfahrungen des Verrats durch FreundInnen, denen sie vertraut hatten. Es war für einige aufschlussreich zu erkennen, dass es in Ordnung ist, wenn eine Freundschaft nicht für immer andauert. Den SchülerInnen wurde erklärt, dass sich eine Freundschaft im Laufe der Zeit ändern kann. Eine solche Veränderung ist kein Versagen, sondern lediglich ein Ausdruck neuer Ideen und Denkweisen und Verhaltensweisen. Die Gruppe stellte fest, dass es schwierig sein kann, zwischen Bekanntschaften, Freundschaften und engen Freundschaften zu unterscheiden.

 

Eine der Schülerinnen meinte am Ende dieses Moduls: "Ich habe gelernt, dass ich für andere eine gute Freundin sein muss, um selber gute Freunde zu haben. Die Auswahl eines besten Freundes ist kein Prozess, der über Nacht passiert. Ich habe vor, eine gute Freundin für andere zu sein. "

 

 

Fragen und Antworten

Jeden Tag wurden die TeilnehmerInnen aufgefordert, Fragen zu stellen und in eine Fragenbox zu legen; dabei konnten die Fragen auch anonym gestellt werden. Diese wurden am Ende des Tages beantwortet. Die SchülerInnen konnten nach Informationen fragen, von denen sie im Camp gehört hatten, oder zu Problemen, mit denen sie zu Hause oder in der Schule konfrontiert sind. Wie zu erwarten, drehten sich die meisten Fragen um Sexualität im Allgemeinen, Geschlechtsverkehr und sexuelle Orientierung. Eltern und Vormunde in der Basotho-Kultur sprechen mit Kindern oder Jugendlichen nicht über Sexualität, generell gibt es wenig Sexualerziehung (wenn überhaupt) an den Schulen, und SchülerInnen haben fast keinen Zugang zu anderen Informationen als durch Mythen und Klatsch. Beispielfragen umfassten:

• "Kann jemand durch Analsex schwanger werden?"

• "Ist es möglich, dass ein Mädchen schwanger wird, bevor es seine Jungfräulichkeit verliert?"

• "Wie kann ein Mädchen wissen, ob sie schwanger ist?"

Nicht sexuell verwandte Fragen konzentrierten sich auf Beziehungen zu Hause und auf ihre Zukunft:

• "Ich schreibe mein Abitur und ich bin daran interessiert, ein Vermittler von Lebensfähigkeiten (life skill facilitator) zu werden, wo kann ich anfangen, dies zu lernen?"

• "Warum missbilligen Eltern, wenn Kinder tun, was ihre Eltern selber tun?"

• "Ich bin in der zwölften Klasse und mein Freund möchte, dass wir nach dem Abitur heiraten. Ich möchte nicht heiraten, weil ich zu jung bin, aber ich möchte ihn auch nicht verlieren. Was soll ich machen?"

Die ModeratorInnenn von Help Lesotho reagieren auf jede Frage in einer Weise, die das Denken und Verantwortungsbewusstsein der TeilnehmerInnen angeregt, gute Entscheidungen zu treffen und das, was sie im Camp über gesundes Verhalten lernen, zu verstärken.

 

Ein königlicher Besuch


 

 

Das Yes we care! e.V.-Camp B wurde in diesem Jahr von der Anwesenheit der 16-jährigen Königlichen Prinzessin Senate Bereng Seeiso gewürdigt, deren Eltern, der König und die Königin von Lesotho, seit zwölf Jahren Schirmherren von „Help Lesotho“ sind. Was für eine Aufregung für die von YWC gesponserten Kinder - einen Tag mit der Prinzessin zu verbringen! Die Prinzessin ist eine Verfechterin der Rechte von Mädchen und Frauen und engagiert sich dafür, die frühe und erzwungene Kinderehe in Lesotho zu beenden. Während ihres Besuchs nahm die Prinzessin an einer Sitzung über geschlechtsspezifische Gewalt teil. Durch Spiele und andere Aktivitäten wurde das Thema behandelt. Sie war beeindruckt von der Leidenschaft der Jugendlichen und drückte ihre Dankbarkeit für die Gelegenheit aus, sich den SchülerInnen im Camp anzuschließen. Sie ermutigte sie, in der Schule zu bleiben und nicht zu heiraten. In ihren Schlussbemerkungen wies sie darauf hin, dass die gemeinsamen Erfahrungen in diesem Camp ihr in ihrem Bemühen helfen würden, Kinderehen zu beenden.


 

Menstruation und wiederverwendbare Monatsbinden

 

 

Die Mädchen nahmen an einer umfassenden Schulung teil, bei der sie etwas über die Menstruation erfuhren - dass es eine ganz normale Sache ist! - und wie sie gesund bleiben, wenn sie Frau werden. Viele dieser Mädchen wachsen verwaist und allein auf, ohne dass ihnen jemand Wissen weitergibt oder hilft, erwachsen zu werden. Die Mädchen besprachen die Menstruation und ihre Beschwerden während ihrer monatlichen Perioden. Viele Mythen wurden während des Trainings korrigiert, einschließlich der Idee, dass die Periodenschmerzen aufhören, sobald eine Frau ein Kind hat. Jedes Mädchen hatte zuvor bereits von Yes we care! e.V. ein Paket wiederverwendbarer Damenbinden einschließlich Unterwäsche und einer Tasche zum Verstauen der Binden erhalten. Diese Sets halten mehrere Jahre, sparen ihnen erhebliche Geldbeträge für kommerziellen Binden oder Tampons und tragen wesentlich dazu bei, dass die Mädchen während ihrer Schulzeit immer in Würde am Schulunterricht teilnehmen können.

 

 

Fazit

Help Lesotho schätzt die Partnerschaft mit Yes we care! e.V. sehr! Es ist wunderbar, das Leadership Camp-Programm mit den Patenkindern an der Pitseng High School zu teilen, in der Hoffnung, dass sie jetzt gesündere Entscheidungen treffen können und eine bessere Zukunft für sich selbst, ihre Familien und ihre Gemeinschaften schaffen werden.

 

 

Wir bedanken uns bei allen PatInnen von ganzem Herzen, die die wunderbare Erfahrung des Camps für diese vielen Patenkinder von Yes we care! e.V. mit ihren Patenschaftsgebühren ermöglicht haben!