Geschrieben von Irina André-Lang
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Hände hoch für HIV-Vermeidung



Einführung

Insgesamt 121 YWC-Patenkinder aus der Pitseng High School besuchten Ende Juni / Anfang Juli 2017 ein Help Lesotho Leadership Camp. Für 55 dieser Schüler war dies ihre erste Erfahrung im Camp. Die restlichen 66 Studenten waren Wiederholungs-Camper, die in der Lage waren, ein tieferes Verständnis der Informationen zu gewinnen, die sie in vorigen Camps gelernt hatten.


Weil die Anzahl der Patenkinder so hoch war, musste Help Lesotho sie in zwei Gruppen aufteilen, um alle unterzubringen. Die Camps wurden direkt nach Schulschluss vor der Winterpause nacheinander gehalten.


Die beiden Camps waren ein großer Erfolg. Die Teilnehmer arbeiteten hart und spielten äußerst engagiert. Sie klärten ungesunde Mythen auf und arbeiteten zusammen an Strategien, ihre Familien, Schulen und Gemeinschaften zu sichereren Orten machen.


 

 

Thema: HIV / AIDS

Das 2017 Camp Thema wurde von der UN International AIDS Day Thema inspiriert, „Hände hoch für HIV-Vermeidung“. Menschen auf der ganzen Welt heben ihre Hände hoch in Solidarität für Einzelpersonen und Organisationen, die Schritte zur Senkung der HIV-Übertragungsrate ergreifen.


Lesotho hat die weltweit zweitgrößte Rate von HIV / AIDS in der Welt. Eine solche hohe Prävalenz ist nicht neu für das Land, das seit den frühen 1990er-Jahren stark von der AIDS-Pandemie betroffen ist, und doch ist die Mehrheit der Bevölkerung in Lesotho immer noch schockierend schlecht über die Krankheit und was sie tun können, um eine Übertragung zu verhindern, informiert. Gute Informationen über HIV / AIDS gibt es nicht immer in den Schulen, weil das Thema nicht in den veralteten Curricula enthalten ist. Viele Eltern sind Opfer der Pandemie geworden und verstorben. Jetzt sind es Großmütter, die selber niemals in die Schule gegangen sind, von denen Kinder und Jugendliche zu diesem Thema informiert werden. Angesichts der intimen Diskussion, die erforderlich ist, um Menschen über HIV / AIDS zu bilden (in Afrika wird HIV fast ausschließlich durch sexuellen Kontakt übertragen), sind viele zu schüchtern, um auf Informationen zuzugreifen, die ihr Leben retten könnten.


Help Lesotho hat sich dazu verpflichtet, genaue, lokal relevante Informationen über HIV / AIDS durch alle seine Programme zu verbreiten. Programm-Moderatoren sind darin geschult, intimes Verhalten in offenen und integrativen Diskussionen zu adressieren. Alle SchülerInnen, die an den 2017 YWC Leadership Camps teilnahmen, wurden mit einer Vielzahl von Themen konfrontiert, die alle mit HIV / AIDS in irgendeiner Weise verbunden waren.


 

Bildung ist eine Schlüsselstrategie zur Prävention von HIV-Übertragung. Menschen, die HIV-negativ sind, müssen wissen, wie man negativ bleibt, und Menschen, die HIV-positiv sind, müssen lernen, wie man positiv leben kann. Lernen über HIV / AIDS bedeutet nicht nur das Verständnis, wie das Virus funktioniert. Es ist wichtig, die sozialen, kulturellen und verhaltensbezogenen Bedingungen zu erkennen, die es dem HIV ermöglichen, zu gedeihen. In Lesotho gibt es zwei kritische Komponenten, die mit der Ausbreitung von HIV verflochten sind:


1. Geschlechter-Ungleichheit: Bis Mädchen und Frauenrechte wahrgenommen und respektiert werden, werden ungesunde Beziehungen und ungute Kräfteverhältnisse, die durch patriarchalische kulturelle Praktiken fortbestehen, die Auswirkungen aller anderen HIV-Reduktions-Interventionen minimieren.


2. Armut: Kinder und Jugendliche, die ohne ein stabiles Stützungssystem aufgewachsen sind und keinen Zugang zu grundlegenden Ressourcen haben, sind besonders anfällig für eine Ansteckung mit HIV durch risikoreiche Situationen, die von Armut angetrieben werden. Besonders Mädchen haben häufig Beziehungen mit älteren Männern oder befinden sich in Situationen, in denen jemand mit Autorität in der Lage ist, sie zu sexueller Aktivität zu manipulieren.

 

Camp-Aktivitäten

 

 

Die SchülerInnen nahmen an interaktiven Diskussionen und Trainingsaktivitäten teil:

• Zielsetzungsstrategien

• Entscheidungsfähigkeit

• Kommunikationsfähigkeit

• Einführung über HIV / AIDS

• HIV Risikoverhalten

• HIV und ich

• HIV-Übertragung

• Diskussionen über Sex

• Einführung in STIs (sexuell übertragbare Erkrankungen)

• Zustimmung zu Sex

• Geschlechterrollen und Erwartungen

• Sexuelle Ausbeutung, Vergewaltigung und geschlechtsspezifische Gewalt

 

Denkwürdige Momente

1. Fragen und Antworten: In den Camps wurden die Teilnehmer ermutigt, anonyme Fragen aufzuschreiben und einzureichen. Sie konnten zu den Informationen Fragen stellen, die sie im Camp kennengelernt haben, oder über irgendwelche Probleme, denen sie zu Hause oder in ihrem Schulleben gegenüberstehen. Jeden Tag versammelten sich alle TeilnehmerInnen mit ModeratorInnen, um Antworten auf alle Fragen zu bekommen, die an diesem Tag gestellt wurden. Die Mehrheit der Fragen hatte mit Sexualität zu tun, was darauf hindeutet, dass die SchülerInnen nicht genügend Informationen von ihren Lehrern und Erziehungsberechtigten erhalten. Die Frage- & Antwort-Box im Camp gab diesen Schülern eine sichere Plattform, um Fragen zu stellen und wichtige Informationen zu erhalten, die ihnen helfen, gesunde sexuelle Entscheidungen zu treffen.


2. GIRL4ce Performance: Help Lesotho hat ein neues Programm namens 'GIRL4ce' (Mädchen-Power) ins Leben gerufen, bei dem junge Erwachsene durch inspirierende Dramen, Lieder und Reden bei anderen Bewusstsein für frühe, kindliche und erzwungene Heirat sowie geschlechtsspezifische Gewalt wecken. Das Programm "Edu-Tainment" (Mischung aus Bildung und Unterhaltung) wird durch den König und die Königin von Lesotho unterstützt. GIRL4ce führte bei beiden YWC Leadership Camps zu viel Applaus und Interesse bei allen TeilnehmerInnen.


 

 

Als Teil der Erfahrung schrieben sie "Commitment Cards" (Karten mit ihren Entscheidungen), um zu beschreiben, was sie tun werden, um geschlechtsspezifische Gewalt in ihren Gemeinschaften zu verhindern.


 

 

3. Sexuelle Zustimmung: Eine der fruchtbarsten Diskussionen hatte mit Zustimmung zu Sex zu tun. Zu Beginn hatten die TeilnehmerInnen eine große Variationsbreite für das, was eine Zustimmung bedeuten kann. Am Ende erkannten die TeilnehmerInnen, dass es nur eine Form von sexueller Zustimmung gibt. Es spielt keine Rolle, ob die Person älter ist oder ein Freund / eine Freundin, jemand mit Autorität oder eine Person, mit der/dem Sex bereits in der Vergangenheit stattgefunden hat - aktive Zustimmung ist für jede sexuelle Interaktion erforderlich. Die Vermittler waren sehr zufrieden, dass die TeilnehmerInnen ein viel tieferes Verständnis bzgl. sexueller Zustimmung bekamen. Hoffentlich werden sich die Teilnehmer in den kommenden Jahren an diese Diskussion erinnern.


 

 

Effekte des Camps

Die Teilnahme am Leadership Camp ist eine besondere Gelegenheit für jedes Patenkind. Sie verbringen fünf Tage damit, sich auf ihr persönliches Wohl zu konzentrieren - ein Luxus, den die meisten von ihnen noch nie hatten. Sie haben die Möglichkeit, Informationen aufzunehmen, die sofort auf ihr Leben anwendbar sind. Sie fangen an, sich ihr Leben in der Zukunft vorzustellen und Fähigkeiten und Strategien aufzubauen, um diese Zukunft so erfolgreich wie möglich zu gestalten.


 

 

 

 

 

 

Kommentare der TeilnehmerInnen

• „Das YWC Camp ist sehr gut!“

• „Das Camp war schön, weil ich jetzt eine Menge Dinge weiß, die ich vorher nicht wusste.“

• „Es war sehr interessant, auch wenn wir immer spät ins Bett gegangen sind.“

·  „Ich mochte das Camp, weil ich die ganze Zeit lächelnde Gesichter sah, was zeigt, dass wir geliebt werden.“

·  „Das Camp ist sehr gut. Die ModeratorInnen sind zugänglich und freundlich.“

• „Ich habe viele Dinge gelernt, von denen ich nichts gewusst habe, wie sexuelle Zustimmung.“

• „Ich kann nur sagen, ich danke YWC wirklich, denn wenn ich nicht unter dieser Gruppe gewesen wäre, hätte ich diese wichtigen Informationen nicht bekommen.“

• „Bevor ich hierherkam, wusste ich nicht, wie ich meine Gefühle ausdrücken kann, aber ich weiß jetzt viel. Ich war hoffnungslos für meine Zukunft, jetzt bin ich ein Licht im Land.“

• „Ich habe es genossen. Es machte Spaß und wir haben viel gelernt.“


 

 

• „Es ist sehr wichtig, im Camp zu sein, weil ich viel Wissen gewonnen habe.“

• „Ich habe gelernt, dass Krankheiten wie STIs (sexuell übertragbare Erkrankungen) sehr gefährlich sind.“

·  „Die Betreuer von Help Lesotho Angestellten stellten sicher, dass wir uns willkommen fühlten. In den Schlafzimmern war es gemütlich und das Essen war sehr gut.“


 

 

• „Das Camp hat mein Leben verändert.“

• „Es war in der Tat sehr angenehm und motivierend, es half mir, emotional und körperlich zu wachsen.“

• „Das Camp ist sinnvoll für mich, weil ich in jeder Trainingseinheit mehr Wissen sammle.“

·  „Ich mochte die Tatsache, dass es keine Trennung zwischen Mann und Frau gab, also habe ich gelernt, dass jeder etwas tun kann.“

• „Das Camp hat mich von der Dunkelheit zum Licht geführt, wie das Leben vor sich geht.“

• „Es war interessant und ich schätze die Art und Weise, wie die Moderatoren mit uns reden und ich sage ihnen, dass sie so bleiben sollen.“

·  „Ich war glücklich seit dem Tag, an dem ich im Camp ankam.“


 

 

 

• „Das Camp ist sehr hilfreich für uns junge Leute, weil es uns hilft und uns in eine bessere Zukunft führt, es hat uns weitere Informationen gegeben, die wir nicht kannten.“

• „Ich habe viel gelernt und schätze es wirklich.“

• „Die Vermittler waren sehr nett und voller Fröhlichkeit.“

• „Das war das fruchtbarste Camp, das ich je hatte.“

• „Ich habe viele Informationen über Dinge gewonnen, die ich nicht wusste, was mich in eine gute Zukunft führt.“

• „Es war großartig für uns, denn es gibt viele Herausforderungen, denen wir Jugendliche gegenüberstehen, die in unserem Leben nicht behandelt werden.“

• „Nur durch dieses Camp habe ich gelernt, was ich jetzt weiß.“

• „Es war gut; ich habe viel gewonnen und mein Leben verändert. Essen, Unterkunft und Übermittlung waren perfekt.“

• „Ich bin glücklich, gelernt und genossen zu haben.“

• „Ich habe gelernt, dass die sexuelle Zustimmung sehr wichtig ist und Vergewaltigung gemeldet werden soll.“

• „Danke Yes we care! e.V. CAMP und Help Lesotho!”

• „Das Yes we care! e.V. Camp erhellte meine Zukunft.“

 

 

Ergebnisse

Aussagen

vorher

nach dem Camp

„Ich weiß, dass HIV während der ersten sexuellen Begegnung einer Person übertragen werden kann.“

59%

88%

„Ich spiele eine Rolle bei der Verhütung von Gewalt gegen Frauen.“

64%

93%

“Ich weiß, wo ich hingehen soll, um in meiner Gemeinde Hilfe zu bekommen.“

85%

97%

„Ich behandle Jungen und Mädchen mit der gleichen Achtung.“

74%

89%

„Ich habe ein geringes Selbstwertgefühl.“

42%

77%

 

Fazit

Die beiden Yes we care! e.V. Camps in 2017 waren ein großer Erfolg. Die ModeratorInnen berichteten, dass sich die TeilnehmerInnen gut benommen und es geschafft haben, viel Spaß zu haben, ohne in Schwierigkeiten zu geraten!


Eine einzigartige Komplikation des diesjährigen Camps trat auf, als mehrere Patenkinder wegen des starken Schneefalles, der die Bergstraße schloss, nicht in der Lage waren, nach Thaba Tseka in ihre Häuser zurückzukehren. Glücklicherweise konnten alle diese Patenkinder bei Verwandten für eine zusätzliche Nacht bleiben, bevor sie die Heimreise am nächsten Tag schafften!


Das übergeordnete Ziel des Camps 2017 war es, die SchülerInnen zu befähigen und zu begeistern, Maßnahmen gegen die HIV-Übertragung zu ergreifen. Angesichts der Tatsache, dass 100% von ihnen berichteten, dass sie das, was sie mit anderen nach den Camps gelernt haben, teilen würden, wurde dieses Ziel erfüllt. Nicht nur, dass die Camps 121 Gymnasiasten mit Wissen über HIV / AIDS und andere Lebenskompetenzen befähigten, sondern auch Hunderte von MitschülerInnen und Familienmitgliedern profitieren von diesen Informationen.


 

 

Help Lesotho schätzt diese Partnerschaft mit Yes we care! e.V.! Es ist wunderbar, die Gelegenheit zu haben, das Leadership Camp Programm mit diesen Pitseng High School SchülerInnnen zu teilen, in der Hoffnung, dass sie jetzt ausgestattet sind, um gesündere Entscheidungen zu treffen und eine bessere Zukunft für sich selbst, ihre Familien und ihre Gemeinschaften zu schaffen.


Help Lesotho dankt für das Senden von 121 YWC Studenten zum Leadership Camp!


Yes we care! e.V. dankt allen PatInnen für ihre Unterstützung, die diese Camps erst möglich gemacht haben!

Die Patenkinder im Yes we care! e.V.-Patenschaftsprogramm freuen sich an den Briefen ihrer PatInnen.

 

Die Patenkinder im Patenschaftsprogramm von Yes we care! e.V. freuen sich über die Briefe ihrer PatInnen


Besuch der Patenkinder von Yes we care! e.V.

und Planung eines zweiten Jungeninternats

in Pitseng, Lesotho, am 08. und 09.11.2017


Geschrieben von Irina André-Lang.


Sofort nach unserer Rückkehr aus Deutschland machen wir uns von Südafrika nach Lesotho auf den Weg. Wie immer machen wir am grenznah gelegen Ort Clarens Station, um zu übernachten, bevor wir früh am nächsten Morgen nach Lesotho einreisen. Und dort erhalten wir via E-Mail die wunderbare Nachricht: Sternstunden e.V. teilt uns mit, dass der Förderantrag, den Yes we care! e.V. für einen Zuschuss zum Bau eines zweiten Jungeninternats gestellt hatte, genehmigt wurde! Wir freuen uns unbeschreiblich: Jetzt können wir auf einer ganz anderen Basis die Verhandlungen der nächsten Tage führen! Überglücklich fahren wir am 8. November 2017 nach Lesotho hinein.


Die Jahrhundert-Dürre scheint schlimmer als je zuvor, es hat kaum geregnet… .... und alles ist staubig und trocken!

 

Unsere Freude wird dann sehr gedämpft, als wir den Zustand der Felder in Lesotho sehen: Die Jahrhundert-Dürre scheint schlimmer als je zuvor, es hat kaum geregnet und alles ist staubig und trocken!

 Die Menschen pflügen dennoch ihre Felder in der Hoffnung auf Regen!

 Die Menschen pflügen dennoch ihre Felder in der Hoffnung auf Regen!


 

Überall können wir den Transport von Wasser beobachten:
in Südafrika per Auto und in Lesotho per Ochsenkarren


In Pitseng angekommen, erspähen wir schon von der Straße aus das Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat, das ja erst im Februar 2017 eingeweiht wurde:

 

 

Dort treffen wir als Erstes die Bauunternehmer Alex and Mr. Thabo Sebele der Firma Tsiamo Constructions sowie den Solarexperten Anadola Tsiu der Firma Precise Technical Solutions aus Maseru, um den Bau des zweiten Jungeninternats zu besprechen. Auch Sr. Helena ist anwesend als Vertreterin der Sisters of Charity, denen der Baugrund gehört, sowie Mrs. Makabelo als Schulleiterin der Pitseng High School und Betreuerin der Yes we care! e.V.-Patenkinder, und Herr Thabiso Paku, Betreuer der Jungen im Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat.


 

Mr. Tsiu, Alex, Peter, Mr. Thabo Sebele, Mrs. Makabelo, Sr. Helena
und Mr. Thabiso Paku am Baugrund für das zweite Jungeninternat


Das zweite Jungeninternat soll genau parallel zu dem ersten gebaut und beide Gebäude mit einem gemeinsamen Zaun umzäunt werden. Die Baufirma ist in der Lage, noch im November 2017 mit dem Bau zu beginnen!


Die Solarprojekte am ersten Jungeninternat lassen leider - entgegen den Versicherungen von Mr. Tsiu – noch einiges zu wünschen übrig:


 

 Die Solarpumpe wurde an einem Brunnen installiert, der nicht genügend Wasser hat, und trotz einer teuren Solar-PV-Anlage muss durch zusätzlich angeschaffte Nothilfen für ausreichend Strom gesorgt werden, sodass die Jungen noch bis zum Schlafengehen lesen und lernen können.


Mr. Tsiu wird diese Projekte schnell korrigieren müssen, um den Auftrag für das zweite Jungeninternat von Yes we care! e.V. zu bekommen!


Mr. Paku führt uns im Jungeninternat herum und erzählt uns, wie glücklich die Jungen in ihrem Internat sind, das wie wirklich als ihr zu Hause ansehen:

 

 

Die Schlafzimmer sind geräumig und werden gut sauber gehalten.

 

 

Das Wohnzimmer ist das Zentrum des Internats und wird von allen Jungen in unserem Patenschaftsprogramm – auch denen, die nicht im Bischof-Manfred-Müller-Jungeninternat wohnen – genutzt.


Mr. Thabiso Paku mit den 48 Jungen,                     Diese Jungen warten alle auf das neue Internat! 

die im Bischof-Manfred-Müller-Internat wohnen.


Es besteht dringend Bedarf für ein zweites Jungeninternat, die Unterbringung aller anderen Jungen ist menschenunwürdig und ermöglicht kaum Chancen auf akademischen Erfolg!


 

 Die heruntergekommenen Häuser liegen zwischen Kuh- und Schweineställen


 

 Humor der Jungen: „Vereinigte Staaten der Ställe“!                            Vorbereitung auf die Abiturprüfung am nächsten Tag!


Mr. Paku, der von Yes we care! e.V. dafür bezahlt wird, dass er die Jungen im Bischof-Manfred-Müller-Internat betreut, ist Lehrer und bezieht alle Patenjungen in seine Nachhilfestunden mit ein, auch diejenigen, die leider noch auf einen Platz im geplanten zweiten Jungeninternat warten müssen.

 

 

 

Anschließend treffen wir uns mit der Schulleitung der Pitseng High School: Da Sister Alice im März 2017 die Schulleitung aus Krankheitsgründen abgeben musste, haben Mrs. Makabelo Tenane und Mrs. Mpho Makhalanyane, die ja gleichzeitig Betreuerinnen  unseres Patenschaftsprogramms sind und die wir liebevoll M&M nennen, diese Funktion übertragen bekommen. Sister Helena, die evtl. in Zukunft Schulleiterin werden soll, ist ebenfalls anwesend.

In diesem Treffen werden die Finanzen diskutiert und beschlossen. Im Schuljahr 2018 werden die Schulgebühren sowie die Gebühren für das Mädcheninternat erhöht. Auch die Examensgebühren, die von der Regierung in Lesotho festgelegt werden, sind 2018 höher als zuvor.

Die Folgen der Dürre für unsere Farmtier-Projekte an der PHS bedeuteten, dass fast alle Farmtiere geschlachtet werden mussten. Mit finanzieller Unterstützung von Yes we care! e.V. wurden Ende März 2017 450 Hühner neu angeschafft, momentan gibt es für die 663 SchülerInnen zweimal wöchentlich ein Ei beim Mittagessen. Da die Dürre weiter anhält, konnten bisher nicht wie geplant neue Schweine und Milchkühe gekauft werden. Dies wird erst möglich sein, wenn nach dem Ende der Dürre deren Versorgung gesichert sein wird.

 

 Nur ein paar wenige Schweinchen haben die Dürre überlebt!


Beim anschließenden kurzen Rundgang über das Schulgelände können wir die Folgen der schweren Dürre im Schulgarten beobachten:

Es wurde nichts angepflanzt, da es zu trocken ist, und der Kohl muss gekauft und zur Schule gefahren werden.


Am 9. November 2017 treffen wir dann 164 Patenkinder von Yes we care! e.V.:

Es ist immer wieder überwältigend, so viele Kinder auf einmal zu sehen, die alle zur „Yes we care!-Familie“ gehören. Sie sehen es auch selber so und sind stolz und froh, dabei sein zu dürfen. Mrs. Makabelo erzählt uns, dass bedürftige Kinder an der Pitseng High School oft deprimiert und krank seien, aber sobald sie sich durch eine Patenschaft bei Yes we care! e.V. sicher aufgehoben fühlen, werden sie selbstbewusster und sind gesund! Die Patenkinder können es kaum fassen, als wir ihnen von unserem Bauvorhaben für das zweite Jungeninternat berichten und freuen sich riesig – ganz besonders natürlich die Jungen, die bisher noch im alten Schul-„Internat“ untergebracht sind! Einer der Jungen hat auf Bestellung eigenhändig eine Trommel für die Bischof-Manfred-Müller-Schule in Regensburg hergestellt.

 

 

127 Patenkinder werden 2017 von PatInnen unterstützt, 26 davon in der Abitur-Klasse. 44 sind momentan auf unserer Warteliste. Die Gruppe wird jedes Jahr größer und wir suchen dringend weiter neue PatInnen.


 Ein Teil der GrundschülerInnen (mit ihrer Lehrerin), die neu auf die Warteliste

des YWC-Patenschaftsprogramms aufgenommen wurden.


Auch dieses Jahr gibt es wieder Weihnachts-Süßigkeiten, die extra von PatInnen gespendet wurden; sowie viele bunte Armbänder, die erneut von einer jungen mongoloiden Frau aus Österreich mit großer Liebe und viel Arbeit angefertigt wurden und große Freude auslösen! Vielen Dank an alle SpenderInnen!

 

 

Die 26 AbiturientInnen sind mit fast allen Prüfungen fertig und werden sich in wenigen Tagen endgültig von uns und der Pitseng High School (PHS) verabschieden. Wir werden sie vermissen und ihren Werdegang so gut wie möglich weiterverfolgen!

 

 Die 26 Yes we care! e.V.-AbiturientInnen des Schuljahres 2017 mit M&M


Auch dieses Jahr wurden alle Patenkinder, die über Augenprobleme klagten, entweder mit Augentropfen und Sonnenbrillen behandelt und/oder zur Untersuchung in die Hauptstadt Maseru transportiert. 11 von ihnen erhielten 2017 richtige Brillen.

 

 Alle 17 SchülerInnen im YWC-Patenschaftsprogramm mit Brillen


Nach unserer Rückkehr nach Südafrika erhalten wir den Vertrag von Sternstunden e.V., der uns nun auch „schwarz auf weiß“ einen großen Zuschuss zum Bau des zweiten Jungeninternats sichert. Wir freuen uns riesig und sind sehr dankbar!


Wir bedanken uns bei allen PatInnen für ihre Hilfe für bedürftige Kinder in Pitseng, Lesotho, und hoffen auf neue PatInnen für die vielen Kinder auf unserer Warteliste.


Einen guten Ausklang des Jahres 2017 und die besten Wünsche für das neue Jahr 2018!

 

Peter, Makabelo, Schüler und Mpho mit der selbstgebastelten Trommel für die

Bischof-Manfred-Müller-Schule in Regensburg